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14.11.2016

Der quakende Frosch aus dem Kurparkteich | Heiteres und anspruchsvolles Jahreskonzert des MV Bad Imnau | Perfekte Solisteneinlagen

Haigerloch-Bad Imnau/gh
Die Bad Imnauer Musikkapelle hatte sich auf ihren Jahreshöhepunkt mit Dirigent Jochen Schlotter wieder intensiv und akribisch vorbereitet. Mit einem ausgewogenen und gut abgestimmten Programm mit 10 internationalen Kompositionen überzeugten die 24 Musiker aus dem Kurort einmal mehr ihr 120 köpfiges Publikum.
Charmant wurden die Gäste von den beiden Ansagerinnen Christine Eger und Sarah Schumayer durchs Programm geführt. Schwungvoll und vereint mit der vollen Kraft der Register starteten sie mit der „Fanfare for a new horizon“ von Thomas Doss. Das Publikum wurden zur Eröffnung mit Euphorie und Neugier bei der Entdeckung neuer Welten thematisiert. Beim nächsten musikalischen Schritt gings mit "Kilkenny Rhapsody" von Kees Vlak nach Irland. Wunderschöne Melodien wurden zu einer zu einer Rhapsody verbunden, teilweise sehr lyrisch, zum Teil rasend schnell (wie Riberdance oder Lord of the Dance. Bei der Ouvertüre "Dschingis Khan" vom selben Komponisten wurde kurz die Mongolei vorgestellt, die bedrohende Macht des bekannten Eroberers, dann wurde hörbar wie die Reiterhorden alles überrennen und niedermachen was im Weg ist, bis sie bei ihren Eroberungen in Arabien angekommen sind. Nach erneuten Reiterszenen folgte am Ende der spektakuläre Sturz des Tyrannen. Tradition verpflichtet: Wie schon seit vielen Jahren üblich wurde auch diesmal mit "Selections from Mary Poppins" arrangiert von Ted Ricketts für Blasmusik das neu in Stuttgart anlaufende Musical (Premiere war Ende Oktober) beim Konzert in Bad Imnau vorgestellt. Die bekanntesten Ohrwürmer aus dem Musical zusammengefaßt wurden vom Orchester meisterhaft in einer kompakten Auswahl vor der Pause präsentiert.
Im zweiten Teil war einer der bekanntesten Märsche "Die Regimentskinder" des tschechischen Komponisten und Kapellmeisters Julius Fucik zu hören. Er starb im Alter von 44 Jahren vor 100 Jahren. Es folgten Werke mit solistischen Einlagen. Posaunist war bei der heiteren "Frosch-Polka" Simon Eger, der mit seinem speziellen Dämpfer die Froschtöne gut traf, welche beim Publikum glänzend ankamen. Ein sehr rhythmisches Stück, das die Kapelle und besonders den Solisten am Flügelhorn, Manuel Edelmann, besonders forderte war die Komposition "Faith" von George Michael. Eines der bekanntesten Stücke von der lebenden Legende Billy Joel ist "Root Beer Rag". Er war im September nach 10 Jahren mal wieder in Europa gegenwärtig. In Deutschland war nur 1 Konzert, im ausverkauften Stadion in Frankfurt. Das Arrangement ist geschrieben für solistische Einlagen des Saxophonregisters mit Orchesterbegleitung.
Abschließend folgte ein Tanz aus dem bekannten Musical "Cinderellas Dance" - 3 Haselnüsse für Aschenbrödel. Das bekannte Musical ist von Karel Svoboda geschrieben, das Tanzlied daraus hat Kurz Gäble für Blasorchester arrangiert. Es war auch ein bisschen Vorfreude auf den Advent.
Die Konzertbesucher ließen sich von dem musikalischen Streifzug durch das Musical emotional berühren und forderten eine Zugabe. Diese wurden auch mit der Laubener Schnellpolka von Kurt Gäble abschließend nach den Dankesworten vom Vorsitzendem Tobias Reinacher serviert. gh

Bildunterschrift:
In guter Form liefen die Musiker und Musikerinnen des Musikvereins Bad Imnau beim abwechslungsreichen Jahreskonzert unter der Regie von Jochen Schlotter in der gut gefüllten Mehrzweckhalle auf. 10 anspruchsvolle Werke brachten die 24 Musiker aus dem Kurort vor 120 Zuhörern zu Gehör.
Foto: Gunar Haid


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